Archiv für Oktober 2013

Ryland Bouchard// The Robot Ate Me + Johannes Lauxen 22.10. SiKS

ryland

Wir freuen uns sehr auf ein „Wohnzimmer-Konzert“ im schönen SiKS. Zu Gast ist, neben dem begnadeten Crooner Johannes Lauxen, Ryland Bouchard, der einigen besser bekannt sein dürfte als The Robot Ate Me.

Davor und danach legen le_bouf und ptrck Platten auf, die man sonst nie spielen kann, weil sie zu ruhig sind. Was nicht stimmt.

RYLAND BOUCHARD (USA / Swim Slowly)

http://music.rylandbouchard.com/music
http://www.rylandbouchard.com/

Ryland Louis Bouchard (born 16 October 1979) is an American vocalist and musician who has gone through many distinct phases spanning between 2002 and 2010 in which he has incorporated aspects of folk, electronica, jazz, psychedelia and avant-garde rock. Previously known as the Kill Rock Stars recording artist The Robot Ate Me, has been labeled by Daytrotter as “One of the most creative and potentially scary minds of our generation”.

Man untertreibt bestimmt nicht, wenn man behauptet, dass es sich bei Ryland Bouchard und seinem Projekt The Robot Ate Me um einen der unterschätztesten Musiker der letzten 10 Jahre handelt. Allein sein 2004 erschienenes Album „On Vacation“ hätte ihn berühmt machen müssen; ein Album, dass zwar sehr experimentell und extrem düster im Songwriting ist, gleichzeitig aber voller Melodien und Hooks, die einem nicht mehr aus dem Ohr wollen. Was jedoch extrem verstörend ist, bei Titeln wie „Jesus and Hitler“, „The Genocide Ball“ oder „I slept through the Holocaust“. Eigentlich müsste man die Platte in einem Atemzug mit Neutral Milk Hotel’s „In the Aeroplane Over the Sea“ nennen.
In Folge der veröffentlichung unterschrieb Ryland Bouchard einen Vertrag bei Kill Rock Stars und teilte sich die Bühne mit u.a. The Mae Shi, Barr, The Fall, Hella, Mount Eerie, Karl Blau, The Winks, Doveman, I Need Sleep, The Gossip, Oh No! Oh My!, Okkervil River, Emperor X, und Drew Danburry
Trotz des Hypes um lofi folk, freak folk, new america weired und ähnlichen Genretags, blieb The Robot Ate Me jedoch immer ein Geheimtipp.
Seit 2008 veröffentlicht er unter seinem bürgerlichen Namen, darunter auch die handgefertigte Box „SEEDS“ mit über zwei Stunden Spielzeit, eine DVD mit Super8 Kurzfilmen und vier 7inches. Die Songs sind nun klassischer an amerikanischem folk orientiert, werden aber immer wieder gebrochen, z.B. durch den untypischen Einsatz von Drumcomputern und Samples.
Dieses Jahr hat er einiges an neuem musikalischem Material veröffentlicht, immer noch ist es irgendwas zwischen verspielt, ear-catching, heart-warming und düster, experimentell, apokryph.
Nach sehr langer Zeit kommt er wieder auf Tour nach Europa. Frankfurt ist neben Berlin das einzige Konzert in Deutschland.

JOHANNES LAUXEN (Mainz / Knertz)

http://johanneslauxen.bandcamp.com/album/repair

Das musikalische Mainzer Chamäleon namens Johannes Lauxen macht alles was er macht gut. Egal ob TapeLoop-Experimente, dubbige Gitarren Drones oder HipHop Beats. Aber spätestens seit der Platte „No More Fun“ mit Oliver Burghardt (Plus), weiß man, dass in ihm auch ein kleiner Crooner schlummert, mit der Fähigkeit, kleine große Hits zu schreiben. Der knerzige HipHop-Head, der er schon immer war und ist, steht zum Glück auch auf R‘n'B. Weil er wie gesagt alles gut kann, ist auch sein etwas weirder R‘n'B höllisch gut. Dieser steht eher in der Tradition von D‘Angelo oder Frank Ocean, statt die cheesy (aber auch gute) Variante von irgendwelchen Puff Daddy Zöglingen (wie zB 112. Kennt bestimmt niemand mehr). Das ist jetzt hoch gegriffen, aber überzeugt euch selbst, wenn er live im kleinen SiKS sein shizzle spielt.